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Amazon Transparancy – Ein scharfes Programm gegen Produktfälschungen

Amazon leitet neue Maßnahmen in die Wege, um verschärfter gegen die Produktpiraterie vorzugehen und führt Amazon Transparency ein. Große Marken & Brands, die häufig mit Produktfälschungen zu kämpfen haben, aber auch Produktkonsumenten können durchatmen. Denn das Programm soll es sowohl Amazon als auch dem Endkunden ermöglichen, gefälschte Produkte leichter zu erkennen und diese aus dem Verkehr zu ziehen. Auch andere Akteure, die in der Lieferkette beteiligt sind, sollen Plagiate im Handumdrehen erkennen können. Amazon verfolgt eine klare Vision: Fälschungen schnellstmöglich zu erkennen und diese aus dem Verkehr zu ziehen, bevor sie beim Kunden ankommen.
Wie Amazon Transparancy funktioniert, wollen wir Ihnen im Anschluss genau vorstellen.

Die Authentifizierung
Im Rahmen des Authentifizierungsservice werden in einem ersten Schritt Markenprodukte bei Transparancy registriert. Hierbei können wahlweise einzelne Produkte, oder aber die ganze Produktpalette registriert werden. Für eine erfolgreiche Registrierung müssen Markeninhaber sogenannte Transparancy-Codes generieren. Hierbei handelt es sich um alphanumerische, nicht fortlaufende Codes. Jede Produkteinheit des Markenherstellers bekommt einen eigenen, individuellen Code zugewiesen, der am Produkt selbst angebracht wird. Ist der Code einmal angebracht und bei Transparancy registriert, ist die Authentifizierung abgeschlossen.

Die Verifizierung
Die angebrachten Transparancy-Codes werden bei FBA Artikeln gescannt, um die Echtheit des Produktes zu prüfen. Sollte der Verdacht aufkommen, dass es sich anstelle eines Original-Produktes um ein Plagiat handelt, wird Amazon rechtliche Schritte gegen Produktpiraterie einleiten.
Auch Endkunden haben die Möglichkeit, die Echtheit der Produkte via Scan in einer App zu überprüfen. Und das unabhängig davon, ob der Artikel auf Amazon, oder im stationären Handel erworben wurde. Die Voraussetzung für eine solche Echtheitsverifizierung ist natürlich der angebrachte Code, der vom Markengersteller angebracht werden muss.

 Im Falle einer potenziellen Produktfälschung wird dem Käufer unverzüglich in der App die Kontaktaufnahme angeboten, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Die entsprechende App gab es bislang nur in den USA – sie ist jedoch schon in Kürze auch in Deutschland erhältlich.

Die Preise
Grundsätzlich ist es möglich, so viele (oder so wenige) ASINS für das Transparancy-Programm zu registrieren, wie gewünscht. Die Kosten für den Beitritt belaufen sich wie folgt:
Stufe 1: bis zu 1 Mio. Einheiten – 0,045 € (pro Code)
Stufe 2: 1 bis 10 Mio. Einheiten – 0,03 € (pro Code)
Stufe 3: ab 10 Mio. Einheiten – 0,01 € (pro Code)


Weiterführende Informationen:
Der besondere Vorteil des „Echtheitscodes“ ist, dass auch tiefgreifendere Produktinformationen hinterlegt werden können. Der Hersteller kann ergänzende Details, wie das Produktionsdatum, den Produktionsort, Inhaltsstoffe, oder sonstige Produktinformationen hinterlegen, die beim Scan des Codes erscheinen.

Die bisherige Bilanz
Bislang zeigt der Schlag gegen die Produktpiraten vor allem in den USA seine Auswirkungen. Nach Angaben von Amazon sind bereits mehr als 4.000 Markenhersteller ins Transparancy-Programm eingestiegen. Mehr als 300 Millionen individuelle Codes wurden für diese Marken erstellt. Das Ergebnis: 250.000 aus dem Verkehr gezogene Plagiate. Eine aussagekräftige Bilanz des Anti-Plagiat-Programms. Auch die Entwicklung von Amazon Transparancy wirft beeindruckende Tendenzen auf: Laut Amazon-Angaben gab es im laufenden Jahr noch keine einzige Plagiatsmeldung von Produkten, die vollkommen im Transparancy-Programm integriert sind.

Sie interessieren Sich für anknüpfende Informationen zum Thema Amazon Transparancy? Dann kontaktieren Sie uns gerne unter www.info@iconic-sales.com