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Wie sie das Beste aus Ihrem Amazon-Auftritt rausholen

Unser Leitfaden für ein perfekt optimiertes Listing

Wenn es darum geht, ein neues Produktangebot bei Amazon zu erstellen, kann es den entscheidenden Unterschied machen, welche Schlüsselwörter Sie in Ihr Amazon-Angebot aufnehmen und wo Sie diese platzieren. Keywords sind unglaublich wichtig für den Verkauf, das Ranking und den Gesamterfolg Ihrer Produkte. Richtig recherchierte und gezielte Amazon-Schlüsselwörter sind das Lebenselixier Ihres Angebots.

Der optimale Einsatz von gezielten Keywords und Keyword-Variationen kann oft zu einem verbesserten Suchvolumen, mehr Traffic, längeren Sessions und vor allem zu mehr Umsatz führen.

Dieser Leitfaden führt Sie Schritt für Schritt durch die Verfahren, die von führenden Amazon-Verkäufern und Keyword-Experten verwendet werden, um das Beste aus Ihren Amazon-Keywords herauszuholen.

1. Bestimmen Sie, welche Amazon Keywords für Ihr Produkt aufgenommen werden sollten

In einem ersten Schritt ist es natürlich von Nöten, herauszufinden welche Keywords für ein bestimmtes Produkt relevant sind. Wonach suchen Kunden? Welche Kombinationen an Keywords nutzen sie für ihre Suche?

Ein gutes Keyword-Tool ist unerlässlich, um die Tausenden und Abertausenden von Variationen, die innerhalb einer bestimmten Keyword-Phrase auftreten können, zu durchsuchen. Eines der gebräuchlichsten Software-Tools zur Erstellung von Amazon-Keywords ist der Google Keyword Planner.

Als Teil des AdWords-Tools von Google ist der Keyword Planner ein einfaches, benutzerfreundliches Keyword-Tool, mit dem Sie schnell ein Google-Suchvolumen für praktisch alle Keyword-Phrasen oder Produkte erstellen können. Der Google Keyword Planner bietet einfach zu lesende Grafiken sowie eine vollständige Aufschlüsselung des Suchvolumens und der Keyword-Priorität.

Ein Nachteil des Google Keyword Planners ist der große Umfang der Ergebnisse. Der Keyword Planner wurde entwickelt, um ausschließlich Ergebnisse aus dem Suchalgorithmus von Google zu sammeln. Diese reinen Google-Suchtrends neigen dazu, die Ergebnisse aus einer breiten Palette von Internet-Inhalten und Web-Suchen zu sammeln.

Wenn Sie zum Beispiel „beste Skateboards“ im Keyword Planner suchen, enthalten Ihre Ergebnisse unter anderem Daten für die Suche nach beliebten Skateboarders, Skateboardprofis oder Skateboardvideos. Deshalb ist es extrem wichtig, dass Sie die Ergebnisse genau betrachten. Sie sollten sich Zeit nehmen Namensmarken, bestimmte Orte, Personen, Unternehmen etc. zu entfernen.

Neben dem Keyword Planner, der darauf ausgelegt ist Google Ergebnisse zu durchforsten, sollten Sie außerdem Amazon-spezifische Keyword-Softwares bei der Suche nach geeigneten Keywords heranziehen. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass Sie nur Suchanfragen von Amazon statt von externen Suchmaschinen wie Google oder Bing einbeziehen. In den USA ist beispielsweise das Tool Viral Launch sehr beliebt. Sie sehen eine Liste aller relevanten Schlüsselwörter Ihres Produkts sowie hilfreiche Metriken wie Volumen, Priorität und Relevanz. Mit einer einzigen Suche haben Sie alle Informationen, die Sie benötigen, um Ihren Eintrag zu schreiben oder Ihr Keyword-Targeting in gesponserten Anzeigen zu optimieren. Für Deutschland lassen sich mit Amalyze etc. ebenfalls geeignete Keywords finden.

Wichtig ist generell zu wissen, dass sowohl der Google Keyword Planner und auch weitere Tools nur Anhaltspunkte und Eindrückbe bezüglich einem Suchvolumen von Keywords und der damit zusammhängenden Relevanz zeigen. Amazon bietet keine Schnittstelle, um das tatsächliche Suchvolumen von Keywords und Suchphrasen auf Amazon zu ermitteln.

Weitere Maßnahmen für die Selektion von Keywords sind zudem über Amazon selbst die Amazon Auto Suggests sowie die Konkurrenten. Hier sollte zum einen geschaut werden, was Amazon in der Suche vorschlägt und entsprechend auf die weiteren Wortkombinationen ergänzt und zum anderen was Ihre Konkurrenz für Keywords verwendet. Keywords die hier im Titel auftauchen, sind vermutlich relevanter als Keywords in den Bullet Points – wenn auch mittlerweile Amazon die Relevanz gleich gewichtet.

Haben Sie sich eine Übersicht erstellt und alle möglichen Quellen analysiert, filtern Sie die Ergebnisse und entscheiden Sie sich für Keywords mit hohem Suchvolumen und Relevanz.

2. Profitieren Sie von weitgefächerter Amazon-Schlüsselwortplatzierung

Sobald Sie die gewünschten Schlüsselwörter oder Phrasen festgelegt haben, können Sie mit der Erstellung des Titels und der Aufzählungspunkte (Bullet Points) Ihres Angebots beginnen. Es ist wichtig, dass Sie ein breites Spektrum an Keywords, das Ihrem Produkt entspricht, in Ihrem Listing verbauen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass kein leseflussstörendes Keyword-Spamming entsteht, da Amazon Wert auf die Conversion Rate legt. Verbauen Sie Ihre Keywords also stehts in einem sinnergebenden Text. Idealerweise sollten Sie auch verkaufspsychologische Aspekte in der Ansprache der Kunden integrieren. Wir arbeiten hier beispielsweise nach dem NLP / NLS Ansatz.

Der Amazon Algorithmus wertet vor allem Keywords aus dem Titel, aus den Bullet Points und aus dem Backend. Hierbei werden die Schlüsselwörter von Amazon identisch gewichtet. Sprich, ein Suchbegriff aus dem Backend ist prinzipiell gleichwertig mit dem aus dem Titel und jenem aus den Bullet Points. Es spielt theoretisch keine Rolle, ob Sie das zielführendste Keyword im Titel oder im Backend haben. Dies war in der Vergangenheit nicht der Fall, hat sich im Rahmen von Updates von Amazon jedoch geändert. Dennoch ist es sinnvoll, die stärksten Schlüsselbegriffe im Titel zu verankern. Zum einen, da der potenzielle Kunde zunächst nur den Titel sieht (und dieser seiner Suche entsprechen sollte) und zum anderen, wegen der so genannten kanonischen URL.

Die kanonische URL enthält die ersten fünf Wörter des Titels, die für Online-Suchmaschinen, wie Google, indiziert sind (Es gibt jedoch auch Möglichkeiten die Canonical URL zu kürzer oder länger zu erzwingen). Diese Suchmaschinen-Indizierung ist entscheidend für das Einholen von externem Traffic. Eine aktuelle Survata-Studie hat gezeigt, dass 36% der Produktsuchen bei Suchmaschinen wie Google beginnen, nicht bei Amazon. Wenn Sie nicht die relevantesten und mächtigsten Schlüsselwörter für Ihren Titel wählen, haben Sie den Nachteil, dass Ihr Eintrag durch Google-Suchen eventuell nicht entdeckt wird. Gleichzeitig müssen Sie beachten, dass in der mobilen Ansicht auf Amazon deutlich weniger Zeichen gezeigt werden können und der Rest abgeschnitten wird. Somist sollten Sie die relevantesten Begriffe und Suchworte auch prominent unterbringen.

Sobald der Titel des Angebots vollständig ist, sollten Sie sich auf die Bullet Points Ihres Angebots konzentrieren. Die Aufzählungszeichen oder die wichtigsten Produktmerkmale sind eine Chance für Sie, weitere relevante Schlüsselwörter und Keyword Kombinationen parallel zu den Produktinformationen aufzunehmen. Viele Kategorien haben extrem eingeschränkte Charaktereigenschaften für die Aufzählungspunkte, daher ist es wichtig, beim Aufbau dieses Abschnitts eine strategische Ausrichtung beizubehalten. Zögern Sie nicht, so viele Schlüsselwörter wie möglich aus Ihrer Recherche zu verwenden, ohne die Lesbarkeit des Aufzählungszeichens zu beeinträchtigen.

Das Verankern von Keywords in der Produktbeschreibung dient nur in manchen Fällen der Auffindbarkeit des Produkts. Stehen zwei gesuchte Keywords nahe beieinander, kann das Produkt auf Grund der Keywords in der Beschreibung aufgefunden werden. Es ist allerdings empfehlenswert, die einschlägigsten Keywords im Titel, in den Bullet Points und im Backend zu verbauen, da die Auffindbarkeit durch Keywords in der Beschreibung nicht gewährleistet ist. Die Produktbeschreibung können Sie vorzugsweise als spezifischen Produkt-Content nutzen, in welchem Sie Ihr Produkt näher beschreiben (dazu im Folgenden mehr). Beachten Sie aber, dass das Feld der Produktbeschreibung durch die Integration von Enhanced Brand Content überdeckt wird. Dieses Feld können Sie dann nutzen, um Keywords via Exact-Match zum indexieren zu bringen.

Tipp 1:
Vermeiden Sie Keyword-Dopplungen, da die Quantität in diesem Fall keinen Mehrgewinn erzielt. Die einfache Nennung des Suchbegriffs in benannten Genres genügt aus. Für Amazon macht es keinen Unterschied, wie oft ein Keywords erwähnt wird.

Tipp 2:
Die meisten Untersuchungen zeigen, dass Ihre Produktbeschreibung nicht von Amazon-Schlüsselwörtern oder Suchmaschinen-Schlüsselwörtern beeinflusst wird. Ihre Produktbeschreibung ist für Sie eine gute Gelegenheit, die einzigartigen Eigenschaften und die Qualität Ihres Produktes zu erläutern. Kurz gesagt, Ihre Produktbeschreibung ist eine Chance für Sie, ein einzigartiges und unvergessliches Marketing-Pitch für Ihr Produkt zu erstellen, ohne sich um die Verwendung der richtigen Ranking-Keywords oder Phrasen zu kümmern. Nutzen Sie die in diesem Abschnitt erlaubten 2.000 Zeichen zu Ihrem Vorteil, indem Sie eine einzigartige Markenstimme erstellen und alle Funktionen ansprechen, die nicht im Titel und in den Aufzählungszeichen enthalten sind. 

3. Verwenden Sie eine breite Palette an Keywords und verwenden Sie ggf. zusätzlich Pluralformen

Sobald Sie einen Entwurf für den Titel und die Aufzählungspunkte Ihres Produkts entwickelt haben, sollten Sie Ihr Listing noch einmal genau durchleuchten. Einfache Singular- und Pluralformen, wie z.B. „Schuh“ – „Schuhe“, werden einander zugeordnet und müssen nicht separat gelistet werden. Längere und zusammengesetzte Worte wie „Klappfahrrad“ oder „Mehrzweckregal“ werden nicht automatisch von Amazon erkannt und sollten zusätzlich in der Pluralform aufgeführt werden. Viele Verkäufer vernachlässigen es, die Vielzahl der Formen und Variationen der Keyword Kombinationen in die Liste aufzunehmen. Immer wenn Sie mehrere Phrasen einfügen können, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Angebot für mehrere Variationen indiziert und eingestuft wird. Dieser mehrgleisige Ansatz in Verbindung mit der strategischen Einbindung von hochrangigen Keywords bietet Ihnen die beste Möglichkeit, sich von der Masse abzuheben. Denken Sie auch daran, dass verschiedene Schreibweisen zusammengesetzter Worte nicht automatisch als dieselben indexiert werden. Beispielsweise wird „Ballpumpe“ nicht automatisch „Ball Pumpe“ zugeordnet. In Fällen wie diesen bietet sich die Bindestrich-Schreibweise an. Listen Sie „Ball-Pumpe“ in dargestellter Schreibweise, erkennt Amazon sowohl zwei einzelne Keywords („Ball“ und „Pumpe“) als auch „Ballpumpe“ als gesamtes Keyword. Mit der Bindestrich-Schreibweise holen Sie das Maximum aus dem/der Keywords. 

4. Nutzen Sie Backend Amazon Keywords

Die Amazon Backend-Keywords für Seller dürfen 249 Bytes enthalten (inklusive Leer- und Satzzeichen). Dies ist eine leistungsstarke Möglichkeit für Sie, Ausreißer-Schlüsselwörter, die von Amazon-Kunden nicht gesehen werden (sollen), einzubinden. Diese versteckten Backend-Schlüsselwörter können Phrasen oder Begriffe enthalten, die im Kontext Ihres Angebots keinen Sinn ergeben. Sobald Sie Ihren Titel und Ihre Aufzählungspunkte erstellt haben, überprüfen Sie Ihre Keyword-Liste und stellen Sie die Wörter zusammen, die Sie nicht in Titel und Bullet Points aufgenommen haben. Haben Sie diese Schlüsselwörter festgelegt, kopieren Sie diese Begriffe diese Begriffe und fügen Sie sie im Backend ein. Weiter gibt das Backend Verkäufern die Möglichkeit, den Gebrauch von Slang einzubinden, der nicht selten als Suchbegriff verwendet wird. Auch einige Rechtschreibfehler, die häufig im Suchfeld eingetippt werden, lohnen sich, im Backend Eingang zu finden. ABER: Gängige und leichte Schreib- oder Tippfehler wie „Schueh“, „Trinkflacshe“ oder „Handyhüle“ werden auch ohne die explizite Darstellung im Backend von Amazon der korrekt geschriebenen Variante zugezogen. Eine solche Keyword-Aufnahme im Backend würde sich also nicht lohnen. Fehlerhafte Schreibweisen längerer und zusammengesetzter Worte werden von Amazon nicht erkannt. Entsprechend lohnt es sich, diese Variationen im Backend aufzunehmen.

5. Beachten Sie die Amazon Styleguides

Jeder Kategorie von Amazon sind so genannte Styleguides untergeordnet. D.h. Amazon beschreibt in diesen, was in der Kategorie speziell für Vorgaben herrschen und was alles beachtet werden muss. Neben inhaltichen Themen geht es hier vor allem auch um die Zeichenbegrenzung im Titel und Do’s und Dont’s. Nach neusten Informationen spielt der Styleguide jedoch eine immer unwichtigere Rolle und soll mittlerweile eher als Anhaltspunkt dienen und weniger als Verpflichtung. Vielmehr wird eine generelle Begrenzung von Zeichen einhergehen. Beispielsweise wird ab 6. September eine Obergrenze bei Titeln von 200 Zeichen festgelegt. Alles was darüber ist, wird nicht mehr indexiert und berücksichtigt.

Abschließend möchten wir jeden Verkäufer, der ein neues Angebot erstellt, ermutigen, die oben genannten Prinzipien zu beachten.

Nehmen Sie sich Zeit für eine richtige Recherche, um festzustellen, welche Schlüsselwörter und Kombinationen ins Visier genommen werden sollen. Egal welche Software Sie verwenden, gehen Sie gründlich vor, um keine hochrangigen Wörter oder Ausreißer zu vernachlässigen.

Die Anwendung dieser einfachen Prinzipien in Verbindung mit starken Software-Tools und Daten, die online verfügbar sind, kann Ihr Angebot in eine extrem leistungsfähige Position bringen. Und diese Position sorgt wiederum dafür, wie aus einfachen Schlüsselwörtern tatsächlich Bargeld wird.

Wenn Sie mehr Informationen über das Thema erfahren möchten oder inhaltliche Fragen haben, stehen wir Ihnen gerne unverbindlich unter kontakt@iconic-sales.com zur Verfügung.